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Das bin ich

Beate Kalmbach, 53, geschieden, zwei Kinder, 8 und 10; in Rottweil aufgewachsen und nach zwanzig Jahren weitweit fort zurückgekehrt; Teilzeitjob im Gesundheitswesen ganz ohne Dipl und Dr.

Ich backe gerne und gut Brot, im Übrigen aber kleine Brötchen. Ich singe und tanze gerne, häkle bisweilen und lausche Hörbüchern,  und ich liebe meine Familie, Freundinnen und Freunde, lange Spaziergänge und Sauna. Ich bemühe mich redlich um Ruhe und Gelassenheit – der Weg sei schließlich das Ziel – scheitere aber bisweilen daran.

 

Zu diesem Blog:

Rottweil ist eine durchaus ´entzückend´  zu nennende Kleinstadt zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb, und zwischen Stuttgart und Bodensee. Rund 25.000 Einwohner inklusive Eingemeindungen.

Die Stadt rühmt sich, die älteste Baden Württembergs zu sein. Im Jahre 2073 feiert man das 2000-jährige Bestehen. Sofern bis dahin nicht die Welt untergegangen ist. Außerdem ist Rottweil bekannt für die Fasnet, den Rottweiler Hund und neuerdings für die höchste Aussichtsplattform Deutschlands, stolze 232 Meter hoch, auf dem Thyssen-Krupp-Turm. Es ist katholisch geprägt, und  als solches recht lebensfroh. Schon, weil die Fasnet als ferne Ahnung eben auch unterm Jahr dezent pocht. Und es ist konservativ. Neue Wege werden bisweilen nur vornehm zögerlich gedacht,  meist hält man sich lieber an Steigerungen des Bekannten. Es gäbe zu verbessern. Ach. So viel gäbe es da zu verbessern. So viel. Trotzdem – alles in allem ist´s ein ganz okayener Ort um wo daheim zu sein und Kinder großzuziehen.

Manchmal ein bisschen klein. ZU klein für meinen Geschmack. So alles einander angepasst, in trauter Harmonie und homogener Selbstgenügsamkeit. Eine Insel der Glückseligkeit inmitten einer tosenden See, so schnucklig wie eng, und honigsüß klebrig. Dann zieht´s mich hinaus. Dann ruft die große weite wundervolle Welt. Die Möglichkeiten fürs Reisen sind allerdings begrenzt. Wir sind bescheiden und sesshaft. Und so bin ich eben die weit überwiegende Zeit der Tage hier, in Rottweil, und guck hinaus in die Welt. Und wieder hinein. Und wieder hinaus. Und wieder hinein. Und sinniere dabei so vor mich hin.

Ausserdem, denke ich, leben wir in einer Demokratie. Das hat Tücken und Vorzüge. Jeder hat eine Stimme und soll und darf sich äußern so gut sie/er eben kann. 

Und so füllt sich dieses Blog. Ich sinniere so vor mich hin, und dies ist meine Stimme.

 

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