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Paradiesplatz

Das Brücken-Fest
copyright Rottweil ist überall

Ein superschönes Brücken-Stadtfestwochenende mit Gauklern und Blasmusik, alten Bekannten und neuen Eindrücken; mit Aperol in der Sonne und Schorle-Tresengesprächen über allerhand persönliches und über den Zustand der Welt;

über Irrsinn, Zusammenhalt und Klimawandel. „Am Anfang war das Chaos“ und das wabere immer mit, sagt einer; das Bestreben der Menschheit Ordnung zu schaffen, sei im Grunde vergebliche Liebesmühe. Mag sein. Vielleicht hat sie die Ordnung aber auch nur noch nicht verstanden, weil sie Tod und Verfall als Fehler im System ansieht. In unserer kleinen Runde wollen wir aus Sorgen Mut machen. Das ist leicht an diesem Wochenende, in dem der Zauber des Frühlings aus allen Gesichtern strahlt. In der Predigerkirche steht ein Holzbogen im Chorraum und nimmt „Brücke“ als Metapher. „Wann hat man Ihnen eine Brücke gebaut?“ steht da, eine von mehreren Fragen. Man kann Antworten auf Zettel schreiben und an die Stellwand pinnen. „Bei der Heimkehr“, hat wer geschrieben. Ich sag ja immer, Rottweil ist eine gute Stadt um heim zu kommen.  Auf dem Bockshof unten Mittelalter, oben Gran Canaria-Momente; ich war noch nie auf Gran Canaria, aber einer der Neckarliner-Brückenbauer sagt, so sei es. Laut eigener Darstellung hatte er von dort inspiriert, initiiert eine E-Gitarristin zu engagieren. Das wurde dann Anna Genserich mit „The colours of violin“, und während ich ihr zuhöre, schnappe ich hier und da ein paar Gespräche der Umstehenden auf. Allen gefällt der Tag, und doch wird viel genöhlt, was dies hier kostet und was da gebaut wird, Parkhaus und Gartenschau, man kann auch alles doof finden; „Geld zum Fenster rausgeworfen“. Und ich denk so, wenn man gerade herumfragte, würde wahrscheinlich jede/r andere Prioritäten setzen, und was der eine als unumgänglich ansieht, ist dem anderen vollkommen überflüssig. Ich zum Beispiel empfinde Zwang und Ausgaben zu Digitalisierung ziemlich zwiespältig und übertrieben. Ganz egal jedenfalls, wie man zu Brücke und Gartenschau stand und steht, an diesem Wochenende ist klar, es steckt auf jeden Fall eine Investition in kollektive Lebensfreude drin. Ist doch super. Die trägt mich heim und ich suche „Paradiesplatz“, so heißt die Band, in der die Violistin spielt. Ich lasse die Playlist laufen und später kommt Patty Smith „People have the power“, und das will ich als passenden Ausklang nehmen.

 

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