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28.07., Mittwoch

Einer dieser Tage, den man nie vergissen wird. Ein Unfall mit Ansage. Der tragische Tod eines kleinen, vierbeinigen Familienmitgliedes, der nicht überrascht, weil er naheliegend war, der nichtsdestotrotz schockiert. Zugleich wirkt die Gnade des Vergessens. Demenz kann auch ein Segen sein.

Juli 21

Grad sehe ich - der letzte Eintrag im Mail. Nichts Unschönes seither? Ha! Schön wär´s. es gab Streit, viel zu viel Regen, Hochwasser, viel zu wenig Sonne, Ärger über eine Politik, die aus ihrem 80erJahre-wir-nehmen-uns,-was-uns-gefällt-feeling nicht herauskommtes ....gibt massig Unschönes.

26.05., Mittwoch

Es gab Unschönes. Viel.

Corona nervt zunehmend. Es bringt Entfremdung mit sich.

Ein Streit, verbunden mit Megawut  zum Heiser-werden. Frust, weil die Lage sich so heillos verfahren darstellt. Die Zeit wirds bringen. Aber dazu braucht es Geduld, die mir schwer fällt.

Die Lasagne ist missraten. So viel Mühe haben wir uns gegeben, und so perfekt sah sie aus. Und dann war sie überwürzt, und das ärgert mega, weil es Fehler sind, die sich leicht vermeiden ließen.

Das Wetter nervt. Ich will den Regen mögen und loibpreisen. Ich weiß ja, wie wichtig er ist. Aber ich sehne mich nach Sonne und Wärme und Draussen-sein.

Meine Hände sind voller Pflaster. Ich weiß auch nicht, wie ich mir diese Schrunden und Schnitte alle eingefangen habe.  Aufs Knie bin ich gefallen und dachte sofort "Scheiße", im Aikido gibt´s eine ´Fallschule´ - gekonmntes Fallen; man schützt sich selbst. Ich habe wirklich gaar nichts gelernt im Aikido. Das ist ein Jammer. Das Knie tut immer noch weh.

Von einem Ausflug tolle Bilder gemacht. Zuhause festgestellt, dass keine Karte in der Kamera war.

20.04., Dienstag

Die bundesweite Notbremse ist so gut wie beschlossen. Sie toleriert Abweichungen nach oben, zu ´härter´, nach unten nicht. Baden Württemberg nimmt´s härter. Die Ausgangssperre gilt hier ab 21 Uhr, einen Nachtspaziergang kann man auch nicht machen, wie andernorts, bis Mitternacht. Und ging die Rede von ´bis Ende Juni´. Na prima. das lässt einen ja hoffen.

Freibad hieß es erst, öffne früher, weil das Hallenbad den ganzen Winter geschlossen hatte. Das ist wohl jetzt ad acta. Man könnte zu den Stau - und Baggerseen. Sofern die nicht abgesperrt und kontrolliert werden. Wo nicht kontrolliert wird, ballt es sich dann. Das ist kontraproduktiv, weiß ich auch, ist aber nicht meine Schuld. Das Geschrei ist riesig. Wie kann man bloß.

Ja. Wie kann man bloß - versuchen, möglichst unbeschadet durch diese Zeit zu kommen. Wie kann man bloß - den Kinder die Lebensfreude nicht verbieten wollen. Wie kann man bloß - raus wollen, auch als Nicht-single-tags-Joggerin.

Corona ist ein Indoorproblem. Weshalb sperrt man dann die Leute rein, weshalb lässt man sie sich nicht draussen großmütig verteilen - jetzt, im Frühjahr, im Frühsommer, im Sommer, bis zum Herbst, bis dann das Gros geimpft ist. Ich versteh´s nicht.

18.04., Sonntag

es gab recht viel Unschönes in letzter Zeit. So einiges.

Steigende Inzidenzen, neue Lockdowns, Schulschließungen, Sorgen. 

Und ich bin mit der eigenen Härte konfrontiert, die es gibt, trotzdem ich sie nicht mag und sie eigentlich in ihre Schranken weisen möchte. Aber es muss offenbar nur penetrant und stressig genug kommen, dann ist sie da und nicht zu ignorieren. Ich weiß, es ist purer Selbstschutz, der da agiert, aber dennoch stelle ich mit Bestürzung fest, wie hoch gehaltene Ideale zurückweichen. Ich muss sie am Zipfel packen und halten.

05. April Ostermontag

Ein heftiger Streit, ein Eklat. Das versaut jede Osterfreude. Zwei halten sich nicht an Vereinbarungen und Regeln, und der Dritte, der sich darüber aufregt und vom Platz geht  - "so spiel ich nicht mehr mit" - der soll schuld sein. Das hab ich ja gerne. Pah! Neeneenee, so nich.

Abends dann noch Streit zwischen den Kindern und mir. Ein Spiel, das entgleist ist. Die Kinder sind so verwirrt wie ich, und wie wir´s schließlich aufdröseln, erkenne ich, dass wir da eine Art Nachschlag genommen haben und am selben Thema landen.

Streiten ist nicht schön. Gut sind Erkenntnisse und Versöhnungen.

31. März 2021

Mir ist täglich ein Mal nach Kotzen. Es wird diskutiert und aufgemacht und geschlossen, ich verliere den Überblick.  Lockdown im Lockdown im Lockdown, light, hart, härter, am Härtesten. Ich meine, ich versteh´s ja - jeder hat auf den Frühling und das Impfen gehofft, und jetzt findet beides statt, und die Zahlen der Neuinfektionen steigen trotzdem. Das ist megafrustrierend. Aber wütend macht mich, dass Erstklässler getestet werden und Maske tragen MÜSSEN, und der Wirtschaft wird freundlich empfohlen, doch der eigenen Verantwortung gerecht zu werden. "Man habe gute Hygienekonzepte!", verteidigt man sich. Das haben Theater und Konzertveranstalter auch, und Läden, und Fitnessstudios, und all das. In manchen Firmen geht es zu als gäbe es kein Corona, und auf den Schulen trägt man Mundschutz selbst in den Aussenbereichen.

29. März 2021

Die Zeitumstellung beschert einen scheußlichen Start in die neue Woche. Wir sind voll aus dem Rhythmus und schlecht gelaunt und das ausgerechnet an dem Abschiedsmorgen, an dem ihre Woche bei Papa beginnt.

23. März 2021

Kurz vor Ostern, ich bange um den Osterhasen. Gerade hat Ministerpräsident Kretschmann mich zum Schreien gebracht. Inklusive Faust aufs Büffet und Schimpfworttirade. Ich habe keinen Nerv mehr für Lockdown. Ich rede kaum mehr über Corona, ich ignoriere es, ich wurstle mich durch und warte darauf, dass es endlich vorbei ist. Und nun nochmal "harter Lockdown!". Du mich auch. In all diesen Regelungen ist kein Konzept mehr erkennbar. Beschlossen wird, was leicht zu beschließen ist. Alles, was ein wenig Erleichterung brächte, streichen. So siehts aus. So ist draussen viel Unternehmen nicht möglich, wo wenig Infektionsgefahr bestünde, während drin viel Schutz und Vorsorge unterbleibt, weil sich Wirtschaft und Industrie querstellen. Testen und Impfen - ein einziges Jammerspiel.

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